UNESCO-Lehrstuhl für ländliche Kreativität und nachhaltige Entwicklung veranstaltet Arbeitstreffen zur deutsch-chinesischen Kooperation
Quelle: Official WeChat Public Account – Beijing University, Institute for Culture Industry
Am 26. März 2026 fand im Hof Nr. 51 des Yannan-Gartens der Peking-Universität ein deutsch-chinesisches Arbeitstreffen zum UNESCO-Lehrstuhl „Ländliche Kreativität und nachhaltige Entwicklung“ statt. An der Diskussion nahmen Expertinnen und Experten aus Deutschland und China sowie Vertreterinnen und Vertreter des Instituts für Kulturindustrie teil. Die Sitzung wurde von Prof. Xiang Yong, Dekan des Instituts für Kulturindustrie der Peking-Universität, geleitet.

In seiner Eröffnungsrede stellte Prof. Dr. Xiang Yong den Hintergrund und die globale Mission des UNESCO-Lehrstuhls vor. Seit seiner Gründung im Jahr 2024 widmet sich der Lehrstuhl der Förderung nachhaltiger ländlicher Entwicklung durch kulturelle und kreative Ansätze sowie der engen Verknüpfung von Forschung, Ausbildung und internationaler Zusammenarbeit. Die Kooperation mit Deutschland stelle einen wichtigen strategischen Anknüpfungspunkt in Europa dar und sei zugleich eine bedeutende Erweiterung des Projekts „Luoshen-Plan: Kulturelle DNA der Menschheit und globale digitale Zivilisation“, das vom Institut initiiert wurde.

Die Postdoktorandin Dr. Pang Jie berichtete über den Aufbau internationaler Arbeitsstationen des Lehrstuhls sowie über laufende Kulturprojekte. Ziel sei es, gemeinsam mit deutschen Partnern innovative Wege für kulturelle Kreativität und nachhaltige Entwicklung im interkulturellen Kontext zu erforschen.

Kersten Godenschwege, Vorsitzender der Gesellschaft für Immaterielles Kulturerbe und angewandtes Design (GIKG), stellte anhand von Erfahrungen aus dem Bereich des immateriellen Kulturerbes sowie aus der Schmuck- und Designpraxis in Idar-Oberstein mögliche Forschungsansätze zur nachhaltigen Entwicklung der Kulturindustrie durch künstlerische Impulse vor.

Dr.med. Oliver Weichold, Gesundheitsexperte von RWE Power AG, brachte aus Perspektive der unternehmerischen Sozialverantwortung und des gesellschaftlichen Wohlbefindens neue Impulse für interdisziplinäre Kooperationen im Rahmen der Arbeitsstation ein.

Der Kölner Medienproduzent Filip Basic betonte, dass die Mission des Lehrstuhls eng mit den Prinzipien interkulturellen Austauschs übereinstimme. Er äußerte die Hoffnung, künftig gemeinsam deutsch-chinesische Projekte im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft voranzutreiben.

Im anschließenden offenen Austausch stellte Zhang Ting, Generalsekretärin der GIKG, die kulturellen Stärken und Standortvorteile der Stadt Köln vor. Als bedeutendes Zentrum für Kultur und Medien verfüge Köln über eine reiche Geschichte, eine dynamische Kreativwirtschaft und ein offenes internationales Umfeld. Die GIKG wolle ihre lokalen Netzwerke nutzen, um die Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen, staatlichen Institutionen und Kulturunternehmen weiter auszubauen.
Yang Jie, Gründerin, und Zhang Shen, Mitgründer von Beijing Taipu International Culture Co., Ltd., erklärten ihre Bereitschaft, die praktische Umsetzung der deutsch-chinesischen Kooperation aktiv zu unterstützen.
Das erfolgreiche Arbeitstreffen gab der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich Kultur, Kreativwirtschaft und Bildung neue Impulse. Künftig will das Institut für Kulturindustrie der Peking-Universität die Plattform des UNESCO-Lehrstuhls weiter nutzen, um internationale Netzwerke auszubauen, den interkulturellen Dialog zu vertiefen und gemeinsame Innovationsprozesse voranzutreiben – mit dem Ziel, nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum weltweit zu fördern.
